Mehr Mut für die Digitale Zukunft

Das war die Kernbotschaft, die wir vom Wirtschaftsforum „Digitale Zukunft – chancenreich und chancengleich“ am 9. Oktober im Haus der Wirtschaft in Stuttgart mitgenommen haben.

Sowohl die Eröffnungsrede von Frau Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau als auch viele weitere Vorträge und Podiumsdiskussionen zielten in diese Richtung: die Chancen der Digitalisierung mutig zu nutzen. Und zwar sowohl als Unternehmen und als Arbeitnehmer.

Digitalisierung ist ein Mindset Change. Es geht um die Unternehmenskultur. Und darum die Angst zu überwinden. Diese ist der größte Innovationskiller. Um Angst zu überwinden braucht es Vertrauen. Vertrauen setzt Verstehen voraus. Nur wenn wir verstehen, was Digitalisierung bedeutet - für die Gesellschaft und jeden Einzelnen, können wir Vertrauen aufbauen und die Chancen sehen und ergreifen. Wir brauchen dafür mehr digitale Aus- und Weiterbildung für alle.

Es wurde auch deutlich, dass in Zukunft nicht mehr das (Fach)Wissen entscheidend ist, um erfolgreich im Beruf zu sein. Vielmehr geht es darum Kompetenzen wie Zeitmanagement, Priorisierung, Fokussierung, Analytik, Problemlösungsfähigkeiten, Erkennen von Zusammenhängen und Angstfreiheit zu stärken. Auf Basis dieser Kompetenzen lassen sich die Chancen der Digitalisierung am besten nutzen.

Ein Beispiel, das uns beeindruckt hat: Mutig eine digitale Chance genutzt haben aus unserer Sicht die Gründerinnen von Tandemploy. Beide haben voller Mut und Überzeugung ein Startup auf den Weg gebracht, das Unternehmen dabei unterstützt, flexible Arbeitsmodelle aktiv zu fördern und Jobsharingmodelle umzusetzen. Und damit Menschen die Möglichkeit zu geben, Tandempartner zu finden, mit denen sie spannende und Aufgaben teilen können.

Etwas kontrovers wurde das Thema des flexiblen Arbeitsortes diskutiert. Die Digitalisierung ermöglicht es, dass immer mehr Tätigkeiten unabhängig vom Arbeitsort erledigt werden können. Homeoffice und mobiles Arbeiten halten immer mehr Einzug in viele Unternehmen. Ein Gewinn: weniger Zeitaufwand, um zur Arbeit zu kommen. Diese Zeit kann für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben genutzt werden. Ein Risiko: es kann zur Isolation im Homeoffice und zu einer verstärkten Entgrenzung von Arbeit und Privatleben kommen. Einige Teilnehmer, deren Unternehmen verstärkt auf Teamarbeit setzen, sehen es eher skeptisch, wenn die Teams nicht in einem Raum zusammenarbeiten. Wir hoffen, dass es in naher Zukunft selbstverständlich ist, dass Beschäftigte auf Wunsch mobil Arbeiten können, sofern die Tätigkeit dies grundsätzlich zulässt.

Nadja Alber wird ELvisory am Samstag, den 21. Oktober 2017 bei der Veranstaltung Chancen durch Digitalisierung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Rahmen der Frauenwirtschaftstage in Baden-Baden auf dem Podium vertreten.

Termine – Weiterbildung zum Elterguide in Kooperation mit der Metropolregion Rhein-Neckar

Während Unternehmen heftig um die besten Fach- und Führungskräfte ringen, möchten Eltern heute ihre Erziehungs- und Familienaufgaben partnerschaftlich meistern. Mit unserem Angebot – der Qualifizierung zum Elternguide – bieten wir Arbeitgebern ein weiteres Instrument an, um ihre familienbewusste Personalarbeit nachhaltig auszubauen. Arbeitgeber, die ihre Beschäftigten mit Kind unterstützen möchten, können eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter in der zweitägigen Qualifizierung zum innerbetrieblichen Ansprechpartner, dem „Elternguide“, ausbilden lassen. Der Elternguide begleitet Führungskräfte und sämtliche Beschäftigten in allen Fragen der Vereinbarkeit. Er informiert zu Mutterschutz und Mutterschaftsgeld, Elternzeit und Elterngeld, Wiedereinstieg und vielem mehr. Zudem berät er kompetent zu unternehmensinternen Regelungen, gibt Orientierung zu Kinderbetreuung und vermittelt an Anlaufstellen.

Alle Elternguides können in ein Netzwerk aufgenommen werden, wo sie vom regelmäßigen Informationsaustauch profitieren und ihr Wissen stets aktuell halten.

Weitere Informationen zur Weiterbildung.

ELvisory bietet die Veranstaltung in Kooperation mit der Metropolregion Rhein-Neckar zu folgenden Terminen an:

13. und 26. Oktober 2017, jeweils von 9.00 bis 18.00 bzw. 17 Uhr, in den Räumen der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH in Mannheim, N 7, 5-6 (ausgebucht)

22. Februar und 8. März 2018, jeweils von 9.00 bis 18.00 bzw. 17 Uhr, in den Räumen der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH in Mannheim, N 7, 5-6 (ausgebucht)

Interessierte wenden sich bitte an Alice Güntert (Telefon: 0621 12987-41 und E-Mail: alice.guentert@m-r-n.com)

ELvisory beim 10. Unternehmenstag von Erfolgsfaktor Familie

Als Mitglied des Netzwerkes „Erfolgsfaktor Familie“ haben wir an dieser Veranstaltung teilgenommen. Es ist ein schöner Erfolg, dass mittlerweile 6500 Unternehmen Mitglied des Netzwerkes sind. Gleichzeitig sind wir davon überzeugt, dass sich noch sehr viel mehr Unternehmen diesem Netzwerk anschliessen sollten, da das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie immer mehr Bedeutung gewinnt. Das zeigt auch die jüngste Mitteilung der Europäischen Kommission.
Leider konnte Frau Schwesig nicht wie ursprünglich geplant an der Veranstaltung teilnehmen. Wir hätten uns gerne persönlich bei ihr für ihre Arbeit in den letzten Jahren bedankt, denn sie hat aus unserer Sicht viel Gutes auf den Weg gebracht, um Familien besser zu unterstützen. Wir wünschen ihr für ihre neue Aufgabe viel Erfolg.
Ein echtes Highlight der Veranstaltung war der Beitrag von Frau Renate Schmidt, Familienministerin a. D.   Sie hat in sehr erfrischender und überzeugender Weise vorgetragen, wie es gelingen kann, Väter verstärkt an der Familienarbeit teilhaben zu lassen.
Etwas schade fanden wir, dass es für uns fast keine neuen Inhalte gab und die von uns besuchten Workshops die Teilnehmer nicht so wirklich 'in Aktion' gebracht haben.
Ein aus unserer Sicht sehr guter Ansatz sind die aktuellen Aktivitäten rund um das Thema Familienkompetenzen. Obwohl das BMFSFJ dazu bereits im Jahr 2000 eine Veröffentlichung publiziert hat, wurde in den letzten Jahren leider sehr wenig getan, um diesen Ansatz voranzutreiben. Es geht darum, außerberuflich erworbene Fähigkeiten zu messen und damit ein Bewusstsein in den Unternehmen zu schaffen, diese Mitarbeiter-Kompetenzen zu ermitteln und gezielt für den Unternehmenserfolg zu nutzen. Dazu passend hat Joachim E. Lask sein neues Buch 'Gute Eltern sind bessere Mitarbeiter' vorgestellt. Wir wissen aus eigener Erfahrung mit unseren Kindern und ebenfalls berufstätigen Partnern, dass z. B. Verhandlungskompetenz und Konfliktfähigkeit im familiären Umfeld regelmäßig trainiert werden.
Die Veranstaltung war für uns eine sehr gute Gelegenheit neue Kontakte zu knüpfen und Rückmeldung zu unseren Angeboten von den anwesenden Experten zu erhalten. Insbesondere die Ausbildung zum Elternguide stieß bei unseren Gesprächspartnern auf großes Interesse, da auch hier der Netzwerkgedanke eine wesentliche Rolle spielt.

Im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin, eigenes Foto